Sonntag, 17. Juli 2011

Der Rasen

Es gibt viele kleine Städte auf der Welt. Sie sind meist sehr ruhig, die Einfamilienhäuser gepfelgt. Alle versehen mit einer kleinen Hecke und frisch gemähtem Vorgarten. In den Auffahrten parken blitzende Autos und am Rande des Bürgersteiges blühen Krokuse. Hier braucht sich niemand um seine Kinder zu sorgen, wenn sie auf der Straße spielen, denn es passiert nie etwas, dass aufregender ist, als die Sache mit den Müllers damals. Ihr wisst schon: als sie das Mädchen aus Südostasien adoptierten.
In einer solchen Stadt, lebte auch eine kleine Familie: Mutter, Vater und zwei Kinder. Der Vater arbeitete auf der Bank und die Mutter war Hausfrau. Jeden morgen stand sie mit ihrem Mann auf und bereitete ein duftendes Frühstück vor. Sobald sie sich vom Vater mit einem dicken Schmatzer verabschiedet hatte, ging sie die Kinder wecken. Doch eines morgens verlief dieses Prozedere anders als sonst.
Mutter und Vater traten vor die Tür und umarmten sich auf der Schwelle. Der Vater schritt munter pfeifend über den Kiesweg und betrachtete den wundervollen Vorgarten, da fiel sein Blick auf die Tochter. Sie saß mit verschränkten Beinen in der Mitte der Rasenfläche. "Guten Morgen!", rief er. Und stieg in sein schwarzes Auto.
Die Mutter ging wieder ins Haus und weckte den Bruder. Als er einige Zeit später zur Schule ging, begrüßte er seine Schwester mit einem morgentlichen Gruß. Gegen Zehn Uhr betrat der Postbote das Grundstück. "Guten Morgen", begrüßte er freundlich lächelnd das Mädchen. Es saß noch immer in der Mitte des Rasenstücks. Auch als der Bruder aus der Schule heimkam, saß die Schwetser unverändert dort.
Die Sonne wanderte über den Himmel und kurz bevor die letzten Strahlen, über das Grundstück fielen, fuhr das dunkle Auto auf den Hof. Der Vater stieg aus und ging schnellen Schrittes ins Haus. Seine Tochter hatte er nicht gesehen, denn längst lag die Mitte des Rasens im Schatten.
Schließlich verlosch in den Fenstern das Licht. Und nur noch die silbrigen Fäden des Mondlichtes schienen in den Vorgarten auf das Mädchen. Ein dunkler Schatten bewegte sich über die Fläche. Schimmernde Kreise leuchteten knapp über dem Boden auf und der Schatten schob sich weiter aus der Dunkelheit. Spitze Ohren zeichneten sich im schwachen Mondschein ab.
"Was tust du?"
"Ich beobachte den Rasen."

Montag, 6. Juni 2011

Schreibaufgabe #1 Der Anfang

Ohne Übung, kann ich mich nicht verbessern. Deshalb habe ich mich beim Newsletter von www.schreibaufgabe.de angemeldet und bekomme nun jede Woche eine E-Mail mit einer Aufgabe. Mal sehen, ob ich mich nun regelmäßig an diesen versuche.

Warum kann ich mich nicht bewegen? Warum starre ich sie so an? Vielleicht starre ich auch nicht, denn sie scheint mich nicht zu bemerken. Und das tut man doch normalerweise, wenn einen jemand minutenlang beobachtet.

Warum sieht sie nicht zu mir rüber? Da sie blickt auf. Ich winke vorsichtig, Keine Reaktion. Bewegen kann ich mich immer noch nicht. Es ist so still. Sie kommt. Ich höre mein Herz, wie es das Blut durch meine Venen pumpt. Ich sehe ihre Augen. Sie sind stahl blau. Ich sehe mein Gesicht das sich in ihnen spiegelt. Sie geht an mir vorbei ohne mich zu bemerken.

Der Staudamm bricht. Eine Flut von Geräuschen bricht über mir zusammen, reißt mich mit. Ich kann mich immer noch nicht bewegen,

Sonntag, 5. Juni 2011

Notiz #1 Einfach drauflos

Manchmal muss man einfach drauflos schreiben und dem Text überlassen wo es hingeht.

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Zuletzt aktualisiert: 17. Jul, 12:51

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